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Chinas Rolle in einem großen indischen Finanzbetrug: Aufdeckung illegaler Kredit-Apps und Kryptowährungspläne

Chinas Rolle in einem großen indischen Finanzbetrug: Aufdeckung illegaler Kredit-Apps und Kryptowährungspläne

Die Vollzugsbehörde (ED) hat einen großangelegten Finanzbetrug in Indien aufgedeckt, der illegale Kredit-Apps und Kryptowährungspläne umfasst, wobei chinesische Staatsangehörige als Hauptorganisatoren dieser Aktivitäten identifiziert wurden. In den letzten Jahren haben diese betrügerischen Aktivitäten Tausende von Opfern in mehr als 20 Bundesstaaten betrogen, was zu geschätzten 28.000 Crore Rupien an kriminellen Einnahmen geführt hat.

Die Betrügereien funktionieren typischerweise über sogenannte “Sofortkredit”-Apps wie LoanPro, FastCredit, SmartRupee, My Cash und M Rupee. Diese Apps haben hohe Zinssätze von 22 % bis 40 % sowie hohe Plattformgebühren, die manchmal bis zu 40 % des Kreditbetrags betragen. Kredite werden für sehr kurze Zeiträume, in der Regel zwischen 7 und 15 Tagen, vergeben. Wenn die Kreditnehmer nicht zurückzahlen, sind sie aggressem Belästigung, Mobbing und manchmal Erpressung ausgesetzt, wobei persönliche Daten oft gestohlen und verwendet werden, um Rückstände zu bedrohen oder öffentlich zu beschämen. Tragischerweise haben diese Taktiken zu mehreren berichteten Selbstmorden geführt.

Die Drahtzieher hinter diesen Operationen bleiben im Ausland und steuern die Syndikate aus der Ferne, während indische Partner die lokalen Logistik über Scheinfirmen, gefälschte Fintech-Firmen und zwielichtige non-banking Finanzgesellschaften (NBFCs) abwickeln. Die über diese Apps gesammelten Gelder werden durch indische und globale Zahlungs-Gateways geleitet, häufig in Kryptowährungen wie USDT und BTC umgewandelt und dann nach China und Hongkong geleitet. Die ED hat den Geldfluss über Plattformen wie Razorpay, Mpurse und WazirX nachverfolgt und während ihrer Ermittlungen erhebliche Summen eingefroren.

In vielen Fällen haben chinesische Staatsangehörige indische Einheiten mit Dummy-Direktoren gegründet und Operations durch Unternehmen wie Shinebay Technologies, Truekindle und Toucolor durchgeführt. Die Apps nutzten finanziell verwundbare Personen aus, indem sie online warben und einfachen Zugang zu Krediten versprachen, nur um sie mit versteckten Gebühren und unerbittlichem Missbrauch zu fangen. In einem bemerkenswerten Kryptowährungs-Mining-Schema, HPZ Token, sammelten zehn chinesische Staatsangehörige über 2.200 Crore Rupien, bevor sie die Gelder umwandelten und ins Ausland überwiesen.

Das Ausmaß und die Organisation dieser Betrügereien deuten auf eine breitere Strategie hin, die von Ermittlern mit “wirtschaftlichem Krieg” verglichen wird, die darauf abzielt, das Finanzökosystem Indiens zu destabilisieren und dessen digitale Verwundbarkeiten auszunutzen. Indische Behörden untersuchen weiterhin Hunderte von gefälschten Kredit-Apps, und mehrere chinesische Staatsangehörige und ihre indischen Komplizen wurden festgenommen oder stehen unter laufender Ermittlung.

Diese wachsende Bedrohung unterstreicht die dringende Notwendigkeit für strengere Vorschriften für digitale Kreditplattformen, robuste Cybersicherheitsmaßnahmen und internationale Zusammenarbeit zur Zerschlagung grenzüberschreitender Betrugsnetzwerke. Mit der zunehmenden Digitalisierung des Finanzwesens werden die Verbraucher aufgefordert, Vorsicht walten zu lassen, die Legitimität von Apps zu überprüfen und verdächtige Aktivitäten zu melden, um sich selbst zu schützen und die Verteidigung Indiens gegen cyber-unterstützte Finanzkriminalität zu stärken.


October 29, 2025

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